Pissarro war von den neuen Impulsen des Pointillismus begeistert, denn er sah in ihr viele neue Möglichkeiten für die impressionistische Gruppe. Felix Fénéon, der Propagandist der Pointillisten, hatte sich beeilt, Pissarro für seine Sache zu gewinnen, weil er hoffte, so auch die anderen Impressionisten überzeugen zu können. Doch seine Rechnung ging nicht auf.

Monet und Renoir schufteten nach wie vor unermüdlich im Freien. Für Monet war die Welt ein einziges Farbenmeer geworden, und Renoirs Leidenschaft galt ganz und gar der Darstellung von heiratsfähigen Frauen und Kindern. Sie blickten lediglich mit amüsiertem Interesse auf die Pointillisten, erinnerten sich an ihren eigenen Existenzkampf, und blieben im Großen und Ganzen eher skeptisch.

CAMILLE PISSARRO, Frau im Obstgarten, Frühlingssonne auf der Wiese bei Eragny, 1887
Leinwand, 54 × 65 cm, Paris, Musée d’Orsay

Auszug aus dem eBook:

Friedrich II. – Missbrauch eines Mythos – Richard von Weizäcker

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