Es erscheint paradox, aber die impressionistischen Theorien verloren genau zu dem Zeitpunkt enorm an Wert, als die Bilder dieser Künstler sich langsam immer besser verkauften. Ihre Nachfolger, van Gogh, Cézanne und Gauguin, standen dem Axiom, dass Wahrheit in einem kurzen Blick eingefangen und ausgedrückt werden kann, ziemlich skeptisch gegenüber. Diese drei Maler versuchten, jeder auf seine Weise, viel tiefer in die Geheimnisse der Kunst einzudringen.

Cézanne interpretierte die Formen der Natur als „Pyramide, Zylinder und Kegel“. Er beabsichtigte, „aus dem Impressionismus etwas Solides und Andauerndes“ zu machen, „wie die Kunst, die in den Museen hängt“, und wollte „die zugrundeliegende Struktur der Dinge betonen“.

PAUL GAUGUIN, Stillleben mit Mandoline, 1885
Leinwand, 64 × 53 cm, Paris, Musée d’Orsay

PAUL CEZANNE, Selbstporträt (Detail), 1875-77
Leinwand, 55 × 47 cm, München, Neue Staatsgalerie

Auszug aus dem eBook:

Friedrich II. – Missbrauch eines Mythos – Richard von Weizäcker

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