Georges Seurat – Begründer der Pointillismus

Seurat verzichtete auf Farbmischungen und setzte winzige Punkte reiner Farbe nebeneinander, die erst in einer gewissen Distanz für das Auge des Betrachters zu einer reich nuancierten Farbfläche zusammenfließen. Seurat nannte diese Technik „Divisionismus“, bekannter wurde sie jedoch unter dem Namen „Pointillismus“.

Die pointillisierten Lichteffekte unterstreichen auch sehr gut die schläfrige, nachmittägliche Stimmung, die sich auf dem Bild „Badende in Asnières“ breitmacht, das Seurat bereits im Alter von vierundzwanzig Jahren gemalt hatte. Im Hintergrund erkennt man die Brücke von Courbevoie und die rauchenden Fabrikschornsteine des Pariser Industrievorortes Asnière, etwa vier Kilometer von Argenteuil entfernt. Seurat komponierte dieses Werk allerdings im Atelier aus einer Reihe von kleinen Ölstudien impressionistischen Stils.

GEORGES SEURAT, Badende bei Asnières, 1883
Leinwand, 201 × 301 cm, London, The Tate Gallery

Auszug aus dem eBook:

Friedrich II. – Missbrauch eines Mythos – Richard von Weizäcker

Ebenfalls erhältlich bei:

Georges Seurat – Ein Sonntagnachmittag auf der Ile de la Grande Jatte

Seurats Bild „Ein Sonntagnachmittag auf der Ile de la Grande Jatte“ (1883-1885), auf dem Menschen die Sonne genießen oder im Park Spazierengehen, weist eine streng geometrische Ordnung auf. Seurat arbeitete übrigens in derselben Seine-Gegend wie Monet und Renoir. Aber auch dort fanden sich nun – wie überall – die Spuren der Industrie.

GEORGES SEURAT, Ein Sonntagnachmittag auf der Ile de la Grande Jatte, 1884-86
Leinwand, 206 × 306 cm, Chicago, The Art Institute of Chicago

Georges Seurat beim Malen, 1890,
Zeichnung von Maximilien Luce

Auszug aus dem eBook:

Friedrich II. – Missbrauch eines Mythos – Richard von Weizäcker

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