EDOUARD MANET und BERTHE MORISOT – Eine besondere Beziehung

Manet begegnete Berthe zum ersten Mal, als er im Louvre ein Gemälde von Rubens kopierte. Fantin-Latour stellte sie einander vor. Manet fragte sie, ob sie ihm für sein Bild „Der Balkon“, das im folgenden Jahr im Salon ausgestellt wurde, Modell stehen wolle. Obwohl sie sich beide sehr stark zueinander hingezogen fühlten, scheint Manet Distanz gewahrt zu haben, und es gibt keinerlei Hinweise darüber, dass sie je seine Geliebte war.

Ihre enge Freundschaft währte sechs Jahre, bis Berthe schließlich Manets jüngeren Bruder Eugene heiratete. Das Paar ließ sich in der Rue de Villejust nieder, wo ihr Haus ein bevorzugter Treffpunkt der Impressionisten sowie eine Anlaufstelle für viele der jungen Dichter und Poeten jener Zeit wurde.

EDOUARD MANET, Der Balkon, 1868-69
Leinwand, 169 × 125 cm, Paris, Musée d’Orsay

BERTHE MORISOT, Mutter und Schwester der Künstlerin, 1869-70
Leinwand, 101 × 81,8 cm, Washington, National Gallery of Art

Auszug aus dem eBook:

Friedrich II. – Missbrauch eines Mythos – Richard von Weizäcker

Ebenfalls erhältlich bei:

EDOUARD MANET – Der Einzelgänger unter den Impressionisten II

Manet war Zeit seines Malerlebens stets ein Einzelgänger geblieben, der sich mit den anderen Impressionisten nur dann verbündete, wenn es um die Verteidigung allgemeiner impressionistischer Grundsätze ging, wie etwa das Malen im Freien oder das kühne und zugleich tiefgründige Einfangen der momentanen Wahrheit einer Impression.

Und obwohl er an der ersten Impressionisten-Ausstellung 1874 gar nicht teilgenommen hatte, ging er mit Monet und Renoir zum Malen an die Seine. Im selben Jahr reiste er auch nach Venedig und verewigte die Stadt mit kurzen, heftigen Strichen in leuchtenden Farben auf dem Papier. Sehr bald kehrte er jedoch wieder zurück in die zwielichtige Halbwelt des Pariser Nachtlebens und begann mit einer ganzen Serie bunt gemischter Sujets – Bars, Zirkusse und Kokotten –, die er bis zu seinem Tod 1883 im Alter von 52 Jahren fortführte.

EDOUARD MANET, Pfingstrosen, 1864-65
Leinwand, 93 × 70 cm, Paris, Musée d’Orsay

EDOUARD MANET, Klematis in einer Kristallvase, um 1882
Leinwand, 56 × 35,5 cm, Paris, Musée d’Orsay

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Friedrich II. – Missbrauch eines Mythos – Richard von Weizäcker

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EDOUARD MANET – Der Einzelgänger unter den Impressionisten

Manet war Zeit seines Malerlebens stets ein Einzelgänger geblieben, der sich mit den anderen Impressionisten nur dann verbündete, wenn es um die Verteidigung allgemeiner impressionistischer Grundsätze ging, wie etwa das Malen im Freien oder das kühne und zugleich tiefgründige Einfangen der momentanen Wahrheit einer Impression.

Und obwohl er an der ersten Impressionisten-Ausstellung 1874 gar nicht teilgenommen hatte, ging er mit Monet und Renoir zum Malen an die Seine. Im selben Jahr reiste er auch nach Venedig und verewigte die Stadt mit kurzen, heftigen Strichen in leuchtenden Farben auf dem Papier. Sehr bald kehrte er jedoch wieder zurück in die zwielichtige Halbwelt des Pariser Nachtlebens und begann mit einer ganzen Serie bunt gemischter Sujets – Bars, Zirkusse und Kokotten –, die er bis zu seinem Tod 1883 im Alter von 52 Jahren fortführte.

EDOUARD MANET, Das Haus in Rueil, 1882
Leinwand, 92 × 72 cm, Melbourne, National Gallery of Victoria

EDOUARD MANET, Rocheforts Flucht, 1881
Leinwand, 80 × 73 cm, Privatbesitz

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Friedrich II. – Missbrauch eines Mythos – Richard von Weizäcker

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EDOUARD MANET – Wegbereiter des Impressionismus

Obwohl Manet stets als Anführer der impressionistischen Bewegung bezeichnet wurde, ähnelte sein Stil viel mehr dem von Degas, der gänzlich bestritt, ein Impressionist zu sein. Manet, Renoir, Sisley und andere wurden auch unter dem Namen „La Bande à Manet“, Manets Bande, bekannt.

EDOUARD MANET, Musik in den Tuilerien, 1862
Leinwand, 76,2 × 118,1 cm, London, National Gallery

EDOUARD MANET, Die Straßenarbeiter, Rue Mosnier, 1878
Leinwand, 64 × 80 cm, Privatbesitz

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Friedrich II. – Missbrauch eines Mythos – Richard von Weizäcker

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EDOUARD MANET – Kriegsszenenmaler unter den Impressionisten

Manet war der einzige Impressionist, der auch Kriegsszenen malte. Einer der Vorwürfe der Kritiker lautete zwar, dass die Impressionisten die Welt stets nur von ihrer schönen Seite darstellen, Manet jedoch öffnete sich für die Probleme seiner Zeit. Eines seiner berühmtesten Gemälde zeigt die Erschießung des Kaisers Maximilian, dem 1867 französische Truppen bei der Machtübernahme in Mexiko zur Seite gestanden hatten. Manet war so angewidert von Louis Napoleons Betrug, weil dieser Maximilian unter dem Drängen der Vereinigten Staaten seinem Schicksal überlassen hatte, dass er das Exekutionskommando in französische Uniform steckte und die Szene nach Goyas Meisterwerk „Der dritte Mai“ arrangierte.

EDOUARD MANET, Die Erschießung Kaiser Maximilians von Mexiko, 1867-68
Leinwand, 252 × 305 cm, Mannheim, Städtische Kunsthalle

EDOUARD MANET, Ein Soldat, 1867-68 (Detail aus der Erschießung)
Leinwand, 99,1 × 59,1 cm, London, National Gallery

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Friedrich II. – Missbrauch eines Mythos – Richard von Weizäcker

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IMPRESSIONSMUS – Ausdruck leuchtender Lebensfreude

„Am meisten schätzen wir jedoch die wunderschönen, lichtdurchfluteten, schimmernden Landschaften, die uns überall auf der Welt von den Wänden der Museen entgegenleuchten und nie etwas von ihrer Brillanz und Lebensfreude eingebüßt haben. Das macht die Werke der Impressionisten wahrscheinlich zu den populärsten Bildern aller Zeiten.“

EDOUARD MANET, Argenteuil, 1874
Leinwand, 149 × 131 cm, Tournai, Musée des Beaux-Arts

EDOUARD MANET, Der Canale Grande in Venedig, 1875
Leinwand, 57 × 48 cm, San Francisco, Provident Securities Company

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Friedrich II. – Missbrauch eines Mythos – Richard von Weizäcker

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